Einen weltweiten Einsatz leisteten der Notarzt Reinhard Jaki und der Rettungsassistent Marc Schwehr Ende November. Ein 58-jähriger US-Amerikaner, der bei einer Firma in Doha/Katar als Handwerker eingesetzt war, hatte Ende Oktober einen Arbeitsunfall erlitten. Bei einem Sturz hatte er sich ein Sprunggelenk gebrochen und Muskelzerrungen in beiden Beinen davon getragen. Er wurde nach Dubai transportiert und dort operiert. Zur weiteren Behandlung sollte er jedoch in seine Heimat, in das kalifornische San Diego, geflogen werden. Die behandelnden Ärzte entschieden, den Patienten an Bord eines Linienflugzeugs liegend in einem Stretcher zu transportieren. Zur Begleitung und medizinischen Versorgung wurde die DRF Luftrettung beauftragt.
Nachdem die nötigen medizinischen Details geklärt waren, flog das medizinische Team am 23.11.2009 morgens von Frankfurt über Wien nach Dubai. Am nächsten Tag übernahmen der Notarzt und Rettungsassistent den Patienten am Flughafen. Der 58-Jährige wurde auf den 161/2 stündigen Flug vorbereitet, der von Dubai über Iran, den Aral-See, Sibirien, den Nordpol, Alaska, Kanada, nach Kalifornien führte. Während des gesamten Flugs wurde der Mann medizinisch versorgt und überwacht. Nach Landung in Los Angeles übergaben der Notarzt und Rettungsassistent den Patienten an die Besatzung des Ambulanzwagens, die ihn in sein Heimatkrankenhaus nach San Diego transportierte. Das Team der DRF Luftrettung flog dann nach einer weiteren Übernachtung wieder in östliche Richtung über Dallas nach Frankfurt zurück. So konnte der Einsatz nach 68 Stunden und einer kompletten Erdumrundung erfolgreich abgeschlossen werden.
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